Die verschiedenen Velokategorien:

 

Crosscountry-Bike (26"-, 27,5"- oder 29"-Räder)
Bike für sportliches Fahren abseits befestigter Strassen. Als «Hardtail» nur mit Vorderradfederung (Bild), als «Fully» mit Vorder- und Hinterrad-Federung. Dank kurzem Radstand und geringem Nachlauf wendig zu fahren und dank modernster Materialien inzwischen ab einem Gewicht von 8,5 Kilo zu haben, bzw 9,5 Kilo vollgefedert. Gebremst wird mit hydraulischen Scheibenbremsen. Bei den Kettenschaltungen tendiert man immer mehr zu Einfach-Antrieben (1 Kettenblatt vorne, 11-12 Ritzel hinten).
 
Downhill-Bike (26"-, 27,5"oder 29"-Räder)
Hochgeschwindigkeits-Bike mit Nehmerqualitäten, konzipiert für rasante Abfahrten in schwierigstem Gelände. Rahmen und Komponenten sind vergleichbar mit denen eines Motocross-Töffs. Üppig dimensionierte Federelemente mit bis zu 20 cm Federweg, grosse Bremsscheiben vorne und hinten, massiv dimensionierter Rahmen. Deutlich schwerer als ein herkömmliches Mountainbike (16 - 20 Kilo) und mit langem Nachlauf auch träger und eher nicht zum Bergauffahren konzipiert.
 
Enduro-Bike (27,5"oder 29"-Räder)
Das Enduro-Bike vereint das Beste aus den zwei Welten Crosscountry und Downhill. Es ist vollgefedert mit Federwegen zwischen 12 und 16 cm. Die Rahmengeometrie ist so ausgelegt, dass man sicher bergab aber auch gut bergauffahren kann. Die Sattelstütze ist deshalb während der Fahrt vom Lenker aus verstellbar. Nachdem die Radgrössen von 26 auf 27,5 bzw. 29 Zoll erhöht wurden, gehen die Hersteller nun dazu über, diese mit voluminöseren (Plus-)Reifen zu kombinieren. Das erhöht zwar das Gewicht, bringt aber einen verbesserten Fahrkomfort und mehr Traktion auf glitschigem Untergrund (vergl. Fatbike). Auch bezüglich Gewicht und Stabilität ist das Enduro-Bike ein Mittelding zwischen Crosscountry- und Downhill-Bolide.
 
 
Fat-Bike (26"-Räder)
Spezielle Mountainbikes mit extrabreiten Felgen tauchten bereits 1989 am Iditarod Bike-Race auf, jenem berüchtigten 1000-Meilen-Rennen in Alaska, das ursprünglich als Schlittenhundrennen ins Leben gerufen wurde. Aber erst als US-Rahmenbauer Surly 2005 eine grössere Serie Fatbikes in den Verkauf brachte, entwickelte sich das Fatbike aus seinem Mikrokosmos. 2014 wurde es erstmals von einer grossen Anzahl Anbieter ins Sortiment aufgenommen. Die Felgen haben einen Druchmesser von 26-Zoll, sind bis zu 10 cm breit und tragen bis zu 5-Zoll-Reifen, die mit wenig Reifendruck (ca. 0,5 bar) guten Fahrkomfort und die beste Traktion auf Schnee und Sand bieten.
 
 
Rennvelo
Filigranes, aerodynamisch optimiertes und leichtes Sportgerät, das so ausgelegt ist, um mit möglichst geringem Kraftaufwand hohe Tempi zu erreichen und lange Strecken zurückzulegen. Das perfekte Fahrrad für den Strassenradsportler, das sich allerdings abseits aspahltierter Wege nur sehr bedingt eignet. Seit 2009 auch mit elektrischer Schaltung, seit 2015 vermehrt auch mit Scheibenbremsen ausgerüstet. Gemäss dem Radweltverband UCI muss das Gewicht von homologierten Strassenrennrädern mindestens 6,8 Kilo betragen, wobei es im Handel bereits auch leichtere Modelle zu kaufen gibt, die 10000 Franken und mehr kosten können.

 
 
Triathlonvelo/Zeitfahren-Rennrad
Das Zeitfahrenvelo ist ein Rennrad, das kompromisslos auf Aerodynamik getrimmt wurde. Da Luftverwirbelungen möglichst vermieden werden sollten, verfügt es über eine von vorne schmale Silhouette. Von der Seite betrachtet, erinnern die Rahmen-, Lenker- und Radprofile in ihrer Ausprägung an Flugzeugtragflächen. Das Gewicht des Zeitfahrenvelos, das auch von Triathleten eingesetzt wird, ist in der Regel höher als das von einem leichten Rennrad.
 
Quer bzw. Crossvelo
Das Quervelo erlebt derzeit ein Revival. Auf der Strasse wird der Platz immer knapper, Rennvelofahren deshalb gefährlicher. Die Kreuzung eines modernen Rennrades mit zeitgemässer Mountainbike-Technik ergibt ein auch abseits befestigter Strassen einsetzbares Cross-, Radquer- bzw. Gravelbike. Die Basis ist ein Rennradrahmen, der allerdings wesentlich mehr Freiraum für eine voluminöse Bereifung zulässt. So können schnelle 28-Zoll-Rennradräder mit einer 32 mm breiten Crossbereifung gefahren werden. Oder 27,5-Zoll-grosse MTB-Räder mit komfortabler 2-Zoll-MTB-Bereifung. Der Effekt ist Unabhängigkeit von aspahltierten Strassen. Stark befahrene Abschnitte können problemlos auf Feldwegen umfahren werden.
 
Bahnrad
Im Unterschied zum Rennvelo hat das Bahnrad weder Bremsen noch Schaltung und auch keinen Freilauf. Gebremst wird ein Velo mit Starrlauf durch Gegentreten, was Übung braucht, damit man nicht «abhebt». Viele Radprofis und auch Mountainbiker trainieren im Winter auf der Bahn. Denn das schult die Souplesse und das Auge, da man eben keine Bremsen und Gänge hat. 
 
Steher-Velo
Wie das Bahnrad verfügt auch das Steher-Velo über einen Starrlauf und hat weder Bremsen noch Schaltung, dafür eine wesentlich grössere Übersetzung. Da das Steher-Velo im Windschatten eines Motorrads mit bis zu 90 km/h über die Rennbahn brettert, können pro Pedalumdrehung rund 13 Meter zurückgelegt werden. Dabei entsteht in den Steilwandkurven ein enormer Anpressdruck. Deshalb sind Sattel und Lenker mit Streben zusätzlich abgestützt.  Als weitere Besonderheit steht die Gabel nach hinten, um so den Nachlauf zu vergrössern, was das Steher-Velo bei hohen Tempi laufruhiger macht. Die Reifen werden mit Schellack auf die Felgen geklebt.
 
Fixie
Das Fixie verfügt über die genau gleich spartanische Ausrüstung wie ein Bahnrad, wird aber auf der Strasse - vorzugsweise von Velokurieren und hippen Städtern - gefahren. Ohne Bremsen auf öffentlichen Strassen zu fahren, ist eigentlich von Gesetzes wegen verboten (deshalb werden Fixies wie auf dem Foto mit Bremsen ausgeliefert). Dass das bremsenlose Fahren dennoch seinen Reiz haben kann, zelebriert der amerikanische Spielfilm «Premium Rush». Darin wird ein Velokurier auf einem Fixie mit Starrlauf von einem korrupten Polizisten durch die Strassen New Yorks gejagd.
 
City-Bike (26"- oder 28"-Räder)
Bike für den Alltags- und Freizeiteinsatz auf Asphaltstrassen und Feldwegen. Charakteristik: 26- oder 28- Zoll-Räder, robust, handlich, alltagstauglich, wegen kompletter Strassenausrüstung mit Schutzblechen, Licht, Gepäckträger, Schloss und Ständer in der Regel etwas schwerer (rund 17 kg). Beliebt im nicht allzu hügeligen Agglomerations- und Stadtbereich.
 
Touren-Komfort-Velo (26"- oder 28"-Räder)
Auf Komfort ausgelegtes Velo für Geniesserinnen und Geniesser. Merkmale: 26- oder 28 Zoll-Räder, aufrechte Sitzposition, Federung vorne, teurere Modelle auch mit Federung hinten, oft mit Nabenschaltung und Nabendynamo ausgerüstet und deshalb eher schwer (>17 kg). Velo für weniger auf Sportlichkeit ausgerichtete FahrerInnen mit hohen Komfort-Ansprüchen.

 
 
Trekking-Bike (26"- oder 28"-Räder)
Vielzweckbike mit Rennrad-Genen für Alltag, Sport, Freizeit, Touren und Ferienreisen. Es ist robust und komplett mit stabilem Low-Rider-Front- und Heckgepäckträger ausgestattet, wiegt aber dennoch vergleichsweise wenig (ca. 15 kg). Der Rahmen besteht vorzugsweise aus Stahl, da sich dieser überall auf der Welt reparieren (schweissen) lässt. Mindestens zwei Flaschenhalter sind Pflicht. Die Räder verfügen aus Stabilitätsgründen über mehr Speichen (32, 36 oder 40).

 
 
Elektrovelo
Fahrrad mit elektrischem Zusatzantrieb, auch Pedelec, E-Bike oder E-MTB gennant. Bei der langsamen Variante unterstützt der Motor bis max. 25 km/h und ist rechtlich dem herkömmlichen Velo gleichgestellt. Man muss allerdings mindestens 14-jährig sein, um ein langsames E-Bike fahren zu dürfen. Die schnellen Modelle, die bis 45 km/h unterstützen, sind dem Motorfahrrad (Mofa) gleichgestellt. Das bedingt  Immatrikulation (gelbes Mofa-Nummernschild), (Velo-)Helmtragepflicht  ein Mindestalter von 14 Jahren und die Mofaprüfung. Beide Varianten gibt`s in Herren- und Damenausführung sowie in diversen Typen (City, Komfort, Mountainbike etc.), mit integriertem Antrieb und Motorsystemen für die  Nachrüstung (BionX, Maxon, Vivax, Pendix, Copenhagen-Wheel usw.).
 
 
Tandem
Velo für Zweipersonenbetrieb. Die Sitzplätze sind hintereinander angeordnet. Der lange Radstand bewirkt stoischen  Geradeauslauf und schränkt das Handling in engen Kurven ein. Diverse Ausführungen vom Sport-Tandem bis zum komfortablen Touren-Tandem. Ideal für Paare, um grosse Leistungs- und Altersunterschiede oder (Seh-) Behinderungen auszugleichen. Moderne Tandems verfügen mindestens vorne über Scheibenbremsen, was wichtig für die Fahrsicherheit ist. Denn bei Felgenbremsen können die Felgen bei länger andauernder Verzögerung wegen der hohen Zuladung in rasanten Abfahrten so heiss werden, dass die Reifen platzen.

 
 
Faltvelo
Zusammenfaltbares Velo, das sich Ideal zum Mitnehmen im Auto-Kofferraum oder für den Transport mit Bahn, Bus oder auf dem Schiff eignet. In verschiedenen Varianten mit kleinen 20 Zoll-Rädern bis zu normalen 28-Zoll-Rädern erhältlich. In der Regel mit Strassenausrüstung (Licht, Gepäckträger, Schutzblechen) und auch als E-Bike-Ausführungen erhältlich.
 
 
Jugendvelo
Ausführungen als Mountain-, City- und Trekking-Bike auf dem Markt. Jugendvelos für 9- bis 14-Jährige mit 20- bis 26-Zoll-Rädern. Beim Kauf unbedingt aufs Gewicht und die Wertigkeit der Komponenten - insbesodere der Bremsen - achten. Lassen sich Bremshebel von den kleinen Händen gut erreichen? Sind die Hebel in der Reichweite verstellbar und so übersetzt, dass mit geringer Handkraft genügend Bremskraft aufgebaut werden kann? Das Gleiche gilt für die Schaltung. Leichte Kinder- und Jugendvelos sind zwar teurer, machen den Kids aber wesentlich mehr Spass, erhöhen die Verkehrssicherheit und sind wesentlich preisstabiler im Wiederverkauf als billige und schwere aus dem Baumarkt.

 
 
Kindervelo
Bei den Velos für die Kleinsten ist man aus physiologischen Gründen davon abgekommen, sie für die ersten Fahrversuche auf schwere Tretfahrräder mit abnehmbaren Stützrädern zu setzen. Stattdessen haben sich die nur 3,5 Kilo leichten «Rennräder» bewährt. Sie unterstützen die Kleinkinder bei ihrem Bewegungsdrang mit dem natürlichen Bewegungsablauf und fördern automatisch das Kurvengefühl. Bremsen können nachgerüstet werden. Kleinkinder müssen sich allerdings zuerst ein Gefühl für Gleichgewicht, Tempo und Distanzen aneignen. Deshalb ist es wichtig, dass man sie als Eltern im Auge behält und sie auf geeignetem (flachem) Terrain üben lässt.
 
 
Retro-Velos
Fahrräder im Retro-Look, die sich an den Rahmenformen früherer Epochen orientieren, erfreuen sich vor allem bei jungen Frauen im urbanen Raum wachsender Beliebtheit. Moderne Rahmenmaterialien und Komponenten lassen das Gewicht im Vergleich zu den Vorbildern aber markant sinken und verbessern Bedienungsfreundlichkeit, Leichtlauf und und Sicherheit. Das Retro-Velo wird so zum Lifestyle-Objekt mit grossem Nutzwert im Alltag.
 
 
Cruiser
Cruiser sind ein Nischenprodukt mit einer Tradition, die fast so alt ist wie die Geschichte des Velos selber. Ihren Ursprung hat die Bewegung in den USA, wo die 1895 gegründete, älteste amerikanische Velomarke Schwinn immer wieder mit ihren gewagten Cruiser-Modellen für Aufsehen sorgte. Vorbilder waren klingende Motorradmarken wie Harley Davidson und Indian. Viele Cruiser werden von ihren Eignern denn auch individualisiert analog zu Motorrad-Choppern. Sie zu fahren ist ein Ausdruck von Freiheit und Coolness und zugleich auch ein umweltpolitisches Statement, dass dazu kein knatternder Verbrennungsmotor nötig ist. 
 
 
Liegevelo
Liegevelofahren ist das ultimative Velofahrgefühl. Sitzbeschwerden, wie sie ein herkömmlicher Sattel hervorrufen kann, sind dem Liegevelofahrer fremd. Der tiefe Schwerpunkt und der lange Radstand sind zunächst gewöhnungsbedürftig. Hat man den Dreh jedoch raus, gibt`s nichts effizienteres und schnelleres wie ein Liegevelo. Aerodynamisch verkleidete HPVs (Human Powered Vehicles) verbessern regelmässig den Geschwindigkeitsrekord, der derzeit bei 142 km/h liegt! Wegen ihrer schmalen und tiefliegenden Silhouette werden Liegevelofahrer im Stadtverkehr allerdings gerne übersehen. 

 
 
Militärvelo
Äusserst robustes Fahrrad für den lautlosen, harten Militäreinsatz. Die ursprünglichen Modelle, die 90 Jahre fast unverändert im Einsatz standen, sind vorne nur mit einer simplen Gummi-Stempelbremse direkt auf den Wulstreifenmit, einem Gang und hinterer (Torpedo-)Rücktritt- sowie seit 1940 zusätzlich mit einer (Böni-) Trommelbremse ausgestattet. Neuere Modelle (ab 1993) verfügen über Kettenschaltung sowie hydraulische Felgenbremsen, das neueste von simpel (ab 2012) sogar über Scheibenbremsen. Gefertigt werden die Schweizer Ordonnanzvelos der jüngsten Generation nicht mehr von der Marke Condor im jurassischen Courvaivre, sondern kommen aus Fernost. Aber nicht ganz alle: Der junge Zuger Veloenthusiast Leandro Spillmann hat sich mit Aarios, dem letzten Schweizer Velohersteller, der noch im grossen Stil selber Stahlrahmen lötet, zusammengetan, und bietet das originalgetreue Militärvelo von 1905 für den Privatgebrauch wieder an.
 
 
Lastenvelo (Cargobike)
Robustes Fahrrad mit verlängertem Radstand für den Transport von schweren und sperrigen Gütern oder mehreren Kindern. Durch die Elektrifizierung des Velos erleben Lastenvelos derzeit ein Revival, dessen Ende nicht abzusehen ist. Vor allem in den zunehmend von Autos verstopften Innenstädten gibt`s inzwischen nur noch mit dem Velo ein Durchkommen. Für viele Handwerker und Speditionsfirmen wird das Cargobike deshalb zur ersten Wahl, wie auch für Eltern, die ihren Nachwuchs in die Kindertagesstätte bringen oder den Wochenendeinkauf inklusive Getränkeharasse oder die Züglete ohne Auto bewerkstelligen wollen.
 
BMX-Bike
Das besondere am originalen BMX-Bike ist, dass die Radgrösse auf 24 Zoll limitiert ist - egal, wie gross der Fahrer ist, und nur mit der Hinterbremse verzögert werden darf. Das Bike sollte leicht aber dennoch stabil gebaut sein, da es im Wettkampf grosse Sprünge und hohe Geschwindigkeiten aushalten muss. Es verfügt über Freilauf aber nur einen Gang und hat keine Federung. Gefahren wird mit Blockpedalen, die für den besseren Halt beim Pedalieren und Springen mit Spikes ausgestattet sind.
 
 
Dirtjump-Bike
Ähnlich wie das BMX-Bike, aber mit schwereren Reifen, Federgabel, zwei Bremsen und wegen der höhen Belastung vorzugsweise mit Anbauteilen aus dem Downhill-Sport ausgerüstet. Es verfügt über Freilauf und nur einen Gang und wird ebenfalls mit Blockpedalen gefahren.
 
 
Trial-Velo
Spartanisch ausgerüstetes Bike, dass für die Überwindung von hohen, unwegsamen Hindernissen und zum Balancieren konstruiert ist. Der Fahrer steht und hüpft dabei immer auf den Pedalen stehend, weshalb der Sattel fehlt. Viel Bodenfreiheit, ein stabiler, hoher Lenker, feinfühlige, gut dosierbare Bremsen und voluminöse, griffige Reifen sowie ein kleiner Gang mit Freilauf sind weitere Merkmale des Trial-Velos. Denn so kann bei jedem Wetter eine optimale Traktion auf den unterschiedlichsten Unterlagen erreicht werden. In den Wettkämpfen balancieren die Athleten durch Bachbetten, über Baumstämme, Betonröhren, Holzpaletten, Balken, Autos und Häuser. 
 
 
Radball-Velo
Mit seinem Schwerpunkt über dem Hinterrad, Starrlauf und hohem, nach hinten gezogenen Lenker ist das Radball-Velo für einzigartige Wenigkeit und Stabilität konstuiert. Die Räder verfügen über wesentlich mehr Speichen (bis zu 48 pro Rad) als ein herkömmliches Velo, denn mit den Rädern wird der Ball ins gegnerische Tor bugsiert. Die Übersetzung ist 1:1, was pro Pedalumdrehung eine Entfaltung von etwa 2,2 Metern bringt. Das ist vier bis fünfmal weniger wie bei einem Mountainbike bzw. Rennvelo.
 
 
Kunstrad
Bezüglich Stabilität weist das Kunstrad eher noch bessere Eigenschaften wie das Radball-Velo auf. Da Kunsträder auch zwei und mehr Fahrer aufs Mal aushalten müssen, bestehen Rahmen, Gabel, Sattelunterbau, Tretkurbel, Pedale und Lenker aus massivem Chrom-Molybdän-Stahl. Die Rahmengeometrie ist jedoch etwas weniger hecklastig - sprich: neutraler - ausgelegt wie bei den Radballern. Gefahren wird auch hier in der (Turn-)Halle mit Starrlauf vor- und rückwärts mit einer 1:1-Übersetzung und gummierten Blockpedalen.
 
 
Flatland-Bike
Das Flatland-Bike ist das Kunstrad der Freestyler. Es ist für den Gebrauch auf öffentlichen Plätzen unter freiem Himmel ausgelegt. Es stammt vom BMX-Bike ab, hat jedoch einzigartige Merkmale. So kann beispielsweise der Lenker frei und beliebig oft um 360 Grad gedreht werden, obschon das Bike zwei Felgenbremsen besitzt. Das Vorderbremskabel wird direkt durch das Gabelschaftrohr geführt. Das Hinterbremskabel wirkt auf eine Drehkupplung am oberen Lenklager. Weitere Besonderheit sind wuchtige Footpegs an beiden Radnaben, die zusätzliche Standpunkte bei wilden Kunststücken bieten.
 
 
   

 

 

 

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