Veloverkauf nach Corona
Die Post-Blamage
Veloneuverkäufe 2019
E-Bike-Bereich wächst um einen Fünftel
Coronavirus
Coronavirus grassiert
Veloneuverkäufe 2018
E-MTB-Verkäufe verdoppelt
Techn. Änderungen
Frisieren ist kein Kavaliersdelikt
Bike Days 2018
Vielfältige Auswahl in Solothurn
Veloneuverkäufe 2017
E-Bikes weiter auf Rekordkurs
Veloneuverkäufe 2016
Ungbrochener E-Bike Boom
200 Jahre Velo
Einzigartige Erfolgsgeschichte
Viel Velo-Potenzial
Zubehör und Bekleidung
Grosse Nachfrage
bfu dramatisiert E-Bikes
E-Bike Unfälle
CH-Veloanbieter wieder to
Branche wieder Weltspitze
Sicherheitshysterie
Velosuisse nimmt Stellung
Neuverkäufe 2014
E-Bike Erfolgsstory
Velobranche wehrt sich
...gegen mehr Vorschriften
Mehr Frauen auf ...
...Sportvelos, Tendez steigend
Velolicht-Wildwest
Zu viele Fahrer ohne Licht
Sekundärbereich
Zubehör, Service, Reparaturen
Neue E-Bike Vorschriften
Keine Helmpflicht für 25km/h Bikes
Elektrovelo-Boom
Jedes 7. neue Velo mit Motor
300 000 Velohelme
Geliebt oder gehasst
Frauen fahren mehr Velo
...und weiter als Männer
Zauberformel Velofahren
Fitness und Ballance für den Alltag
Sicherheit = Fachhändler!
Garantie/Service/Ersatzteile
25 Jahre Mountainbike
Mehr als nur Stollenplausch
Golden Agers 50plus
Gut in Fahrt!
Schweizer veloverrückt!
Fahrräder beliebt wie nie zuvor!
Velo: hohes Potential
Noch profitieren zu wenige vom Velo

Paketbeschränkungen der Post gefährden die Ersatzteilversorgung und diskriminieren Kleinbetriebe

Die für die Osterwoche beschlossene Paketkontingentierung der Post trifft den Fahrradhandel hart, denn das UVEK unterscheidet bei seiner Restriktion nicht zwischen systemrelevanten Betrieben und rein konsumorientiertem Onlinehandel. Das systemrelevante einheimische Gewerbe und Kleinstbetriebe werden gegenüber den grossen ausländischen Onlinehändlern massiv benachteiligt.

Im Rahmen der zweiten Covid-19-Verordnung wurden Fahrradwerkstätten von der Schliessungsverfügung des Bundesrats ausgenommen, um die Mobilität der Bevölkerung sicherzustellen. Mit der temporären Einführung von Paketkontingenten, die durch die Schweizerische Post spediert werden, zeichnen sich jedoch ab nächster Woche bereits Engpässe bei der Ersatzteilversorgung ab. Fuchs-Movesa, die Schweizer Importeurin von Fahrradkomponenten-Marktleader Shimano und dem grössten E-Bike-Antriebshersteller Bosch, hat trotz höheren Versandkosten stets an der Zusammenarbeit mit der Post festgehalten. Entsprechend enttäuscht ist der Fu-Mo-Geschäftsführer Richard Merz über den Entscheid des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), das diese Treue zum Staatsbetrieb nun quasi bestraft: «Von einem Tag auf den anderen müssen wir unsere tägliche Anzahl von 1200 Paketen auf 600 halbieren. Damit setzt das UVEK die Ersatzteilversorgung unserer 1700 Fahrradhändler aufs Spiel, die ja eigentlich vom Bundesrat den Auftrag erhalten haben, die Mobilität der Bevölkerung auch während der Covid-19-Notmassnahmen sicherzustellen.» Merz kann nicht verstehen, weshalb das UVEK bei der Paketkontingentierung nicht unterscheidet zwischen systemrelevanten Betrieben und reinem Onlinehandel, der nur dem Konsum dient. Er sagt: «Erneut werden vor allem ausländische Onlinehändler bevorzugt, während wir in der Schweiz mit Einschränkungen zu kämpfen haben. Die Leidtragenden sind die kleinen Fahrradwerkstätten, die wegen Ersatzteilmangels ihrer Arbeit nicht nachkommen können.» Er fragt: «Wieso konzentriert sich die Post nicht einfach auf den Binnenmarkt? Dann würde man in der Krise nicht auch noch viele KMUs an die Wand fahren.»

Sture Haltung der Ämter, während das Gewerbe ums Überleben kämpft

Merz ist nicht der Einzige, der sich über die unflexible Haltung von Regierung und Ämtern ärgert. Der Zürcher Velohändler Thomas Ernst beantragte beim Zürcher Amt für Wirtschaft und Arbeit vorübergehende Sonntagsarbeit. Damit wollte er die hohe Arbeitslast mit dem ohnehin schon geschrumpften Team im Zweischichtbetrieb besser auf alle Wochentage verteilen, um das Ansteckungsrisiko in der Werkstatt zu vermindern. Die Angestellten wären einverstanden gewesen. Ernst hätte am Sonntag den üblichen Lohnzuschlag gezahlt. Doch das Amt lehnte das Gesuch ab mit der Begründung, das Arbeitsgesetz und die dazugehörigen Verordnungen gälten grundsätzlich auch während der Covid-19-Massnahmen unverändert weiter.

4. April 2020

Weitere Informationen
Schweizerische Fachstelle Velo und E-Bike SFVE
Martin Platter, 044 764 20 86, 079 231 87 18, fachstelle-velo.ch
Richard Merz, Fuchs-Movesa, 079 475 35 74
Thomas Ernst, Velo Zürich, 077 451 45 25