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Velo- und E-Bike-Unfallstatistik und der Ruf nach neuen Gesetzen

Velobranche wehrt sich vehement


Die in verschiedenen CH-Medien dargestellte Zunahme von Velo- und E-Bike Unfällen im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr mit dem Ruf nach schärferen Vorschriften für Velo- und E-Bike-Fahrer bedürfen nach Meinung der Fahrradbranche einer differenzierteren Betrachtung: Unterschiedliche Wetterverhältnisse bzw. Kilometerleistungen in den Vergleichsperioden und die massive Zunahme des Velo- und E-Bike Bestandes würden gemäss den Verbänden „Velosuisse“ und  2-Rad-Schweiz“ in der Diskussion zu wenig oder gar nicht berücksichtigt.      

Der Verband der Schweizerischen Fahrrad-Hersteller/Importeure „Velosuisse“ und der Händlerverband „2-Rad Schweiz“ wehren sich vehement gegen die in diversen Medien publizierten Berichte, wonach Velo- und E-Bike-Fahren zunehmend gefährlich sei. Die vom Bundesamt für Strassen ASTRA veröffentlichten und von den Medien übernommenen Zahlen (51% bzw. 29% mehr Schwerverletzte bei den Velofahrern bzw. E-Bike-Fahrern im ersten Halbjahr 2014 gegenüber der Vorjahresperiode) müssen nach Ansicht der Verbände mit Nachdruck relativiert werden.

Unfallzahlen 1. Halbjahr 2013/2014: Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen

Die wettermässig unüblich nasskalten Monate März bis Juni 2013 vermiesten das Velofahren, es wurde im Alltag weniger geradelt und das Freizeit-Velofahren kam praktisch zum Erliegen. Ganz anders die Situation in der Vergleichsperiode 2014: Tolles Frühlingswetter lockte VelofahrerInnen und E-BikerInnen zu Tausenden auf die Strasse. Resultat: Wenn wenig gefahren wird, sinkt die Unfallhäufigkeit, wenn mehr gefahren wird, steigt sie.

Velofahren ist in Relation zum Fahrzeugbestand nicht gefährlicher geworden

Auf Grund eines Halbjahresvergleichs mit unterschiedlichsten Wetterverhältnissen eine dramatische Zunahme der Gefährlichkeit des Velofahrens herbei zu reden, ist aus Sicht der Velobranche unverantwortlich. Die über einen längeren Zeitraum betrachteten Unfallzahlen beweisen: Velo- und E-Bike-Fahren ist per se in den letzten Jahren – in Relation zum Anstieg des Fahrzeugbestandes – nicht gefährlicher geworden. Bei den E-Bikes hat die Zahl der Unfälle nicht zugenommen sondern ist – gemessen im Verhältnis zum Boom der Fahrzeuge – konstant geblieben. Aktuell sind auf Schweizer Strassen rund 270'000 E-Bikes unterwegs, vor acht Jahren waren es gerade mal 3'000.

Prävention ja, neue Gesetze nein

Dass es bei einem solch rasanten Anstieg eines neuen Verkehrsmittels leider auch zu Unfällen kommt, liegt grundsätzlich im Wesen der menschlichen Fortbewegung. Deshalb neue Vorschriften und sogar Prüfungen für sämtliche E-Bike-FahrerInnen zu fordern ist völlig übertrieben und läuft dem Ziel zuwider, möglichst viele Menschen zum Velofahren zu motivieren. Velo und E-Bike-Fahren ist gesund, fördert die Fitness, hilft im Gesundheitsbereich präventiv Kosten zu sparen und trägt in Städten und Agglomerationen zur Verkehrsentlastung bei.

Fazit: Die Fahrradbranche unterstützt alle Aktivitäten zur Sensibilisierung der Velo- und E-Bike-Fahrer, sich zur eigenen Sicherheit gesetzeskonform im Strassenverehr zu bewegen. Sie befürwortet auch das freiwillige Tragen des Velohelms und die aktuellen Vorschriften betreffend Fahren und Ausrüstung der 45 km/h-E-Bikes. Weitergehende als die aktuellen Vorschriften lehnt sie vehement ab, denn diese würden die Attraktivität des Velofahrens vermindern, was nicht im Interesse der Allgemeinheit sein kann.