125 Jahre
Velo und Luftreifen als Basis
Neue E-Bike Vorschriften
Keine Helmpflicht für 25km/h Bikes
Elektrovelo-Boom
Jedes 7. neue Velo mit Motor
Veloverkäufe 2011
381 000 neue Fahrräder
InfoTech 2012
InfoTech: Ein Meilenstein!
300 000 Velohelme
Geliebt oder gehasst
Frauen fahren mehr Velo
...und weiter als Männer
Velo: hohes Potential
Noch profitieren zu wenige vom Velo
Velo-Neuverkäufe 2010
Jedes 9. Velo = E-Bike
Zauberformel Velofahren
Fitness und Ballance für den Alltag
Sicherheit = Fachhändler!
Garantie/Service/Ersatzteile
25 Jahre Mountainbike
Mehr als nur Stollenplausch
Golden Agers 50plus
Gut in Fahrt!
Schweizer veloverrückt!
Fahrräder beliebt wie nie zuvor!


Das "moderne" Velo feiert den 125sten Geburtstag

Dank den Erfindungen von Kette und Luftreifen startete das Fahrrad vor 125 Jahren seine weltweite Karriere als Massenverkehrsmittel. Das Urkonzept mit zwei Speichenrädern, steifem Rohrrahmen und Kurbelantrieb via Kette blieb – tausendfach weiterentwickelt und detailoptimiert – bis heute das Mass aller Velo-Dinge.


Das Velo zeichnet seit 12 Jahrzehnten eine weltweite Erfolgsspur über Asphalt-strassen, Plätze, Feld- und Waldwege, quer durch Städte und Dörfer, Wüsten, Savannen und Bergtäler. In vielen Schwellen- und Entwicklungsländern ist es das Verkehrsmittel schlechthin, bei uns rollt es doppelfunktional im Alltags- und Freizeit-Einsatz.

Vom Hochrad zum Allroundtalent

Zwar verbuchte bereits das legendäre Hochrad seit seiner Lancierung an der Weltausstellung 1867 in Paris vor allem bei jungen Leuten aus der begüterten Oberschicht ansehnliche Verkaufszahlen. Doch das umständlich zu fahrende und unsichere Vehikel blieb im Vergleich zum nachfolgenden "richtigen" Fahrrad nicht mehr als ein Farbklecks in der Velo-Historie. 

Technische Weiterentwicklung als Erfolgsrezept

Nebst Luftreifen und Kette machten im Laufe der Jahrzehnte weitere Komponenten und Ausrüstungsdetails das Velo alltagstauglicher, bequemer und vor allem sicherer. Das Eingangrad der Anfangszeit mit Starrrahmen, simpler Stangen-bremsklotzbremse und Karbidlampe entwickelte sich via Dreigangschaltung,  Rücktrittbremse und Reifendynamo zum heutigen High-Tech-Produkt mit bis zu 30 Gängen, Scheibenbremsen, Nabendynamo und komfortablen Federungs- und Dämpferelementen. Der Stahlrahmen erhielt Konkurrenz in Form des Alurahmens, bei teuren Bikes – vor allem Mountainbikes und Rennvelos – spielen Karbonrahmen eine immer wichtigere Rolle. 

Vom "Arbeiter-Auto" zum Umwelt- und Imageträger

In Europa stieg die Velodichte mit der zunehmenden Industrialisierung anfangs des 20. Jahrhunderts rasant. Arbeiter und einfache Angestellte konnten sich bis in die frühen sechziger Jahre kein Auto leisten, das Velo war für die meisten Menschen das einzige erschwingliche Fahrzeug.

Heute fährt das Velo gleichermassen durch Alltag und Freizeit. Einerseits motivieren chronisch verstopfte Strassen in Städten und Agglomerationen immer mehr Leute, ins Büro, zum Einkauf oder Kinospass zu pedalen, andererseits ist das Velo das weitverbreitetste Fitness- und Freizeitgerät mit hoher Umwelt-Akzeptanz. Ob Mountain- oder Citybike, Rennvelo oder Elektrofahrrad – an schönen Wochenenden und in der Ferienzeit mutiert das Velo zum Gutelaunen-Vehikel mit grossem Spassantrieb.

Tolle Zukunftsperspektiven

Heute werden pro Jahr weltweit 150 Mio. Velos hergestellt, den Gesamtbestand aller fahrenden, stehenden und in Garagen, Kellern und Abstellräumen schlafenden Velos schätzen Branchenfachleute auf 2,5 bis 3 Milliarden Stück.

In Europa verfügt die Schweiz hinter den Niederlanden über die grösste Velodichte. Die Fachstelle für Zweiradfragen beziffert den CH-Velobestand mit 3,9 Millionen Einheiten, wovon 2,5 bis 2,8 Millionen auch tatsächlich gefahren werden. Pro Jahr werden schweizweit 350'000 neue Velos (ohne Kleinkinder-Räder) abgesetzt.

Ungebrochenes Mobilitätsbedürfnis, steigende Verkehrsdichte und Ausweitung der Freizeit- und Fitness-Aktivitäten dürften die Popularität des Velos auch in Zukunft weiter steigern. Die Erfolgsstory "125 Jahre Velo" fährt weiter...


25.04.2012