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Velosuisse unterstützt Manifest für einen sicheren und regelkonformen E-Bike-Markt

Velosuisse, der Verband der Schweizer Fahrradlieferanten, unterstützt das Manifest «for a Safe and Compliant European E-Bike Market» des europäischen Branchenverbands European Cycling Industries (ECI) und gehört zu dessen rund hundert Mitunterzeichnenden. An der ECI-Sitzung Ende September in Brüssel war Velosuisse mit Präsidentin Nathalie Schneitter, Vizepräsident Christian Bättig und Vorstandsmitglied Reto Meyer vertreten.

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E-Bikes haben die Alltagsmobilität verändert: Sie ersetzen Autofahrten, fördern die Gesundheit und schaffen Arbeitsplätze in Handel, Service und Industrie. Mit dem Wachstum des Marktes gelangen jedoch immer mehr E-Bikes in Umlauf, die die gesetzlichen Vorgaben nicht erfüllen oder sich mit sogenannten Tuning-Kits leicht manipulieren lassen. Viele davon werden über grosse Onlinemarktplätze direkt aus Drittstaaten an Konsumentinnen und Konsumenten verkauft – oft zu Preisen, die nur möglich sind, weil Material- und technische Prüfungen, Konformitätsbewertung, Garantie-und Serviceleistungen sowie der Kundendienst eingespart werden.

Für Velosuisse ist klar: Das betrifft auch die Schweiz. Sie ist eng mit dem europäischen Markt verflochten. Trendfahrzeuge und Produkte von zweifelhafter Qualität, die in der EU durch die Kontrollen rutschen, landen auch hierzulande auf öffentlichen Strassen. Manipulierte und nicht-konforme E-Bikes gefährden deren Fahrerinnen und Fahrer und andere Verkehrsteilnehmende, verzerren den Wettbewerb zulasten der seriösen  Lieferanten und Fachhändler, die sich an die Regeln halten, und schaden dem Vertrauen ins E-Bike als sicheres Verkehrsmittel.

Das Manifest fordert vier Massnahmen:

  1. ein Verkaufsverbot für Tuning-Kits, nach dem Vorbild Frankreichs;
  2. eine europäische Datengrundlage zu nicht-konformen E-Bikes und deren Folgen für Sicherheit und Wirtschaft;
  3. eine konsequente Marktüberwachung, inklusive Mithaftung der Onlinemarktplätze;
  4. die Schulung und Ausrüstung der Vollzugsbehörden, damit Polizei und Kontrollstellen manipulierte Fahrzeuge erkennen.

«Die Regeln sind vorhanden, doch es fehlt am Vollzug», sagt Nathalie Schneitter. «Wer sorgfältig entwickelt, prüft und verkauft, darf nicht gegenüber Billiganbietern benachteiligt werden, die sich keinen Deut um die hiesigen Regeln und Gesetze scheren.» Velosuisse werde sich dafür einsetzen, dass die Anliegen des Manifests auch in der Schweiz aufgenommen werden – im Austausch mit Behörden, Politik und Handel.

Aarau, 12. Oktober 2026

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